Mit großem Engagement ihre Schule bereichert

Geschrieben von Martin Glückert.

Wir verabschieden zwei verdiente Lehrkräfte in den Ruhestand. Insgesamt 40 Jahre unterrichtete Renate Zöllner an der Staatlichen Realschule. Die gebürtige Ansbacherin blieb ihrer ersten Stelle so lange treu, weil sie schon bei Amtsantritt merkte, dass dies „ihre“ Schule war. In den Prüfungsfächern Deutsch und Englisch konnte sie während ihrer Tätigkeit über 1000 junge Menschen direkt zu einem erfolgreichen Realschulabschluss führen.

Geschätzt wurde die hilfsbereite Lehrerin wegen ihres ausgeglichenen Wesens. Neben der Durchführung von Schullandheimaufenthalten und der Teilnahme an Skikursen beteiligte sie sich oft an den Abschlussfahrten nach England. Frau Zöllner war es ein großes Anliegen die englische Kultur und Sprache ihren Schülern zu vermitteln. Deshalb war sie auch während der Ferienzeit für Aufenthalte in London zu gewinnen und organisierte diese gerne mit. Ihr Engagement lässt sich leicht daran ermessen, dass sie eine Studienfahrt nach Berlin trotz eines Ermüdungsbruches im Fuß pflichtgemäß zu Ende führte. Im Ruhestand möchte sie nun vermehrt reisen und sich stärker ihrem Hobby, der Musik widmen, wobei sie schon jetzt in drei Chören gleichzeitig singt.

Realschulkonrektor Ewald Kohler begann seinen Dienst an der Realschule im Februar 2003. Zuvor war er an der Realschule in Ebern und Kitzingen sowie im Bayerischen Kultusministerium tätig. Vor allem im Fach Geschichte bewies Kohler eine hohe Fachkompetenz. Denn er war lange Zeit Mitglied der Lehrplankommission, Schulbuchgutachter, Autor von Unterrichtsmaterialien, Referent und Tagungsleiter von Fortbildungen sowie Fachmitarbeiter des Ministerialbeauftragten. Als Betreuungslehrer von Referendaren und von Lehramtsstudenten im studienbegleitenden Praktikum unterstützte und förderte er über viele Jahre angehende Lehrer. Eine Herzenssache war ihm die Durchführung von Exkursionen. Diese sollten verdeutlichen, dass Geschichte konkret und in der unmittelbaren Heimat erlebbar ist. Auch lieferte er seinen Beitrag zu Gedenkveranstaltungen der Stadt Marktheidenfeld wie „75 Jahre Pogromnacht 2013“ in der Synagoge Urspringen oder im Mai 2015 bei der Erinnerung an „70 Jahre Frieden in Deutschland“.

In enger Zusammenarbeit mit der Stadt Marktheidenfeld und dem Partnerschaftskomitee war für Ewald Kohler auch die Pflege des Schüleraustauschs mit der Partnerstadt Pobiedziska sehr wichtig. Bei der Planung und Durchführung der Besuche und Gegenbesuche baute er nicht nur sich einen großen Freundes- und Bekanntenkreis auf. Deswegen ließ es sich Bürgermeisterin Schmidt-Neder auch nicht nehmen, Ewald Kohler am letzten Schultag persönlich für sein Engagement zur Völkerverständigung zu danken. So vielseitig sich der Konrektor für seine Schule einsetzte, so vielseitig ist er auch privat. Jetzt kann er sich verstärkt bei bester Gesundheit den sportlichen Aktivitäten wie dem Fußballspielen, dem Golfen, dem Tennisspiel oder dem Bergwandern widmen. Auch der Musik und dem Theater wird er nun stärker nachgehen.