Finale First Lego League

Geschrieben von Melanie Marshaus.

Beim zentraleuropäischen Finale der First LEGO League qualifizierten sich (von links) Lukas Kohrmann, Jeremy Baumann, Jannik Zorn, Fabian Hepp, Moritz Bauer, Niklas Dotterweich, Marius Schnapp, Simon Zorn für die offenen Europameisterschaften in Estland oder Ungarn.

Einen absoluten Höhepunkt erlebten die „RS_nightMARe“ beim Zentraleuropäischen Finale der First LEGO League in Aachen. Die Robotikgruppe der Staatlichen Realschule belegte bei einem starken Teilnehmerfeld den 14. Platz und qualifizierte sich so für die offene Europameisterschaft im Mai. Dann dürfen die Schüler entweder in Ungarn oder Estland ihr Können unter Beweis stellen.

Mit etwas Aufregung im Gepäck reisten die „RS_nightMARe“ mit Niklas Dotterweich, Marius Schnapp, Jeremy Baumann, Simon Zorn, Moritz Bauer, Lukas Kohrmann, Yannik Zorn und Fabian Hepp zusammen mit ihren Betreuern Daniel Cura und Bernhard Eckert nach Aachen. Zu diesem Turnier hatten sich insgesamt 26 Teams aus Deutschland, Polen, der Slovakei, Ungarn, Österreich, der Schweiz und Tschechien qualifiziert. Sie waren die besten aus 1022 gemeldeten Teams, die im vergangenen Herbst in die Wettkämpfe der First LEGO League starteten.

Unter den 26 teilnehmenden Teams in Aachen befanden sich lediglich sechs Schulteams. Die restlichen Teams waren Firmengruppen. Die Marktheidenfelder stellten darüber hinaus nicht nur das einzige verbliebene Team aus Bayern, sondern waren auch die einzigen teilnehmenden Realschüler. Umso größer war die Freude über das Abschneiden am ersten Wettkampf. Hierbei betraten die „RS_nightMARe“ völliges Neuland. Bei der „Live Challenge“ schlugen sie sich hervorragend und landeten im vorderen Drittel. „Die Schüler mussten in 20 Minuten drei völlig unbekannte Aufgaben mit vorgegebenen Robotern lösen“, erklärt Cura.

Ebenfalls eine neue Herausforderung war für die Marktheidenfelder die Wettkampfsprache Englisch, die vor allem am zweiten Tag dominierte. Neben den normalen Wettkampfrunden galt es, eine Forschungspräsentation vorzustellen. Mit dem Titel „Mini-Wasserkraftwerk betreibt Wasser-Entkeimungsanlage für Wanderungen“ gelang den Schülern „eine sekundengenaue Punktlandung“, zeigt sich Eckert stolz über seine Schützlinge.

Die beste Platzierung der „RS_nightMARe“ fiel bei diesem Wettkampf auf den Bereich „Teamwork“. Hier zeigten sie als viertbeste Mannschaft, dass sie im Laufe des Schuljahres zu einem perfekten Team zusammengewachsen sind. An dieser Stelle geht ein großer Dank an die Hans-Wilhelm-Renkhoff-Stiftung, die Sparkasse Mainfranken Würzburg, die Firma Brose aus Würzburg sowie an das Hafenlohrer Busunternehmen Moenus-Reisen Riedmann. Ohne ihre finanzielle Unterstützung wäre eine Teilnahme in Aachen nicht möglich gewesen.

Wohin die Reise nun weiter geht, steht aktuell in Bezug auf den Ort und die Finanzierung noch in den Sternen: Entweder dürfen die Marktheidenfelder Realschüler in Ungarn oder Estland bei den offenen Europameisterschaften starten. Hier zeigen dann neben europäischen Teams auch weltweite Teilnehmer ihr Können.

 

Hochkonzentriert starten (von links) Marius Schnapp und Niklas Dotterweich ihren Roboter für die nächste Wertungsrunde der First Lego League.