Ein Tag in „Magic Manchester“

Geschrieben von Martin Glückert.

Statt Englischvokabeln zu pauken, erprobten alle Fünftklässler der Staatlichen Realschule ihre Englischkenntnisse in „Magic Manchester“. Aus Stühlen, Tischen, Bändern, kunstvoll gestalteten Plakaten und vielen anderen Hilfsmitteln entstand in kurzer Zeit eine englische Stadt. Das Konzept, das dahinter steht, ist Folgendes: Schüler müssen einen 45-minütigen Parcours durchlaufen und unterschiedliche Aufgaben bewältigen. Beispielsweise sollen sie etwas einkaufen, sich informieren, ein Hotel buchen. Das Schwierige an der Sache ist nur: Alle müssen Englisch reden.

Für Englisch-Lehrerin Claudia Schäfer besitzt „Magic Manchester“ sehr überzeugende Vorteile: Zum einen üben die Kinder realistische Sprechsituationen ein, wie sie auch im Urlaub auftreten könnten.

Zum anderen lernen Schüler von anderen Schülern. Den 9. Klässlern, die für die Durchführung verantwortlich sind, kommt hier eine besondere Aufgabe zu. Denn sie müssen bewältigbare und gute Sprechanlässe schaffen, sodass die Jüngeren ihre Hemmung verlieren, Englisch zu sprechen.

Neben einem Hotel, einem Supermarkt, einem Laden für Fish und Chips, einer Bäckerei gab es auch einen Beauty-Shop. Sehr begehrt waren hier die Tattoos. Kaum ein Schüler hielt sich längere Zeit im „Gefängnis“ auf, um zusätzliche Übungen zu erledigen. In das Gefängnis wurde ein Schüler immer dann von der „Polizei“ begleitet, wenn er Folgendes nicht beachtete: „Only English!“