Namibia-Projekt

Geschrieben von Barbara Bischof.

1. Wie kam es zu diesem Projekt?


Frau Hornig und ich (Barbara Bischof) nahmen Ostern 2006 an einer Lehrerfortbildung der Universität Würzburg unter der Leitung von Dr. Vogel teil. Im Rahmen dieser Fortbildung lernten wir zwei Einrichtungen kennen, bei denen Frau Roth, eine Kollegin aus Bad Kissingen, Frau Hornig und ich spontan sagten, da müssen wir unbedingt helfen:

Wir lernten ein Waisenhaus in Katutura, dem Vorort für die schwarze Bevölkerung von Windhoek, kennen. Dieses Waisenhaus wird von Wilhelmina, einer Schwarzen, geleitet, das nur von Spenden lebt. Die räumlichen Verhältnisse dort sind mehr als beengt, gekocht wurde auf einer Feuerstelle, für die das Holz gekauft werden musste.

Das Wichtigste für Wilhelmina ist, dass „ihre“ Kinder eine gute Schulbildung bekommen, denn dies ist der Schlüssel zu einem eigenständigen Leben. Aber Schule in Namibia kostet Geld: Schulgeld, Schuluniform, Papiergeld, Ausflüge, etc.

Auf die zweite Einrichtung stießen wir im Norden Namibias, in Epupa. Dort besuchten wir eine Mobile School. Diese besteht aus einer Holzbaracke, dem Schulgebäude, je einem großen Zelt für Mädchen und Jungen und einem Kochzelt.

Dazu muss man wissen, dass Namibia 2,5 mal so groß wie Deutschland ist, aber nur 1,8 Mio Einwohner hat. Das bedeutet bei einem so dünn besiedelten Land, dass diese Schule einen Einzugsradius von ca. 50 km besitzt. Die Kinder kommen zu Beginn der Schulzeit zu Fuß, mit einer Decke unter dem Arm, und schlafen in diesen Zelten auf dem steinigen Boden, und laufen zu Beginn der Ferien wieder nach Hause. Die Lehrer kochen für die Kinder täglich Maisbrei als einzige Mahlzeit. Das benötigte Wasser musste von einem 3 km entfernten Fluss herangetragen werden. Zum Zeitpunkt unseres Besuchs war gerade durch die freiwillige Unterstützung eines deutschen Ingenieurs eine Wasserleitung in Planung, die natürlich auch nur durch Spenden gebaut werden kann.

Als Frau Hornig und ich im Rahmen des Erdkundeunterrichts von unseren Erlebnissen berichteten, trafen wir auf die unerwartete Hilfsbereitschaft unserer Schüler, und so nahm die Namibia-Hilfe ihren Anfang.


2. Was will dieses Projekt?

Schüler und Lehrer unserer Schule möchten dazu beitragen, dass die Kinder dieses Waisenhauses ein echtes Zuhause und durch eine gute Schulbildung eine Chance auf ein gesichertes Leben bekommen, was für die Kinder in Epupa ebenso gilt.


3. Welche Aktivitäten wurden bereits durchgeführt?


Seit dem Schuljahr 2006/07 wurden bereits zugunsten unserer beiden Projekte durchgeführt: eine Tombola, regelmäßige Beteiligung auf dem Marktheidenfelder Weihnachtsmarkt, ein Namia-Tag mit einem Spendenlauf, ein Benefiz-Konzert, Weihnachtspakete mit gebrauchten Spielen unserer Schüler sowie 2009 ein vorweihnachtlicher Abend in unserer Schule.

Außerdem werden alle leeren Pfandflaschen, die unsere Schüler nach 13 Uhr im Klassenzimmer „vergessen“, zugunsten „unserer“ Kinder eingesammelt.



4. Was haben wir bereits erreicht?


In diesen drei Jahren haben wir es geschafft, etwa 19 000 € zu sammeln. Dadurch konnten wir den Bau und die Fertigstellung der Wasserleitung in Epupa, einen Solarofen mit Töpfen, Betten, Kleiderschränke und den Schulbesuch mehrer Kinder finanzieren.

Die Stiftung eines Motorradvereins baut gerade für die Kinder in Katutura ein neues Heim, für das noch allerlei Dinge benötigt werden. Daher wollen wir auch auf lange Sicht in unserem Engagement nicht nachlassen.


5. Der Verein Rootohelp


Damit die gespendeten Gelder auch ordnungsgemäß verwaltet werden können, haben wir zusammen mit Dr. Vogel, Frau Roth und anderen Teilnehmern der damaligen Fortbildung den gemeinnützigen Verein Rootohelp e.V. gegründet. Ziel des Vereins ist es, Kindern durch Bildung und bessere medizinische Versorgung eine Perspektive für die Zukunft zu verschaffen. Dabei unterstützen wir nur Projekte, deren Leiter uns persönlich bekannt sind, um sicher zu gehen, dass das Geld dort zu 100% ankommt und in unserem Sinne eingesetzt wird. 

Außerdem werden wir 2011 wieder nach Namibia reisen, um zu dokumentieren, wie die Spendengelder eingesetzt wurden. Wer unserem Verein eine Spende zukommen lassen möchte oder für einen Jahresbeitrag von 20 € beitreten möchte, kann sich an folgende Adresse wenden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. . Eine Homepage für den Verein entsteht gerade!


6. Bilder zu unseren Projekten in Namibia