On découvre Strasbourg!

Geschrieben von Alina, Emma, Katharina, Lena, Liana, Pauline (8c).

Für den französischen Teil der Klasse 8c hieß es am Montag, dem 18. Juni: Strasbourg, on arrive! Fünf Tage in der europäischen und elsässischen Hauptstadt sollten es uns ermöglichen, Frankreich einmal hautnah zu erleben.
Jour 1: Bereits am Bahnhof in Strasbourg wurden wir von einem Streik der SNCF, der französischen Bahngesellschaft, lauthals begrüßt. Das Abenteuer Frankreich nahm seinen Lauf. Im Hotel angekommen bezogen wir unsere Appartements und fühlten uns schon bald sehr wohl. Eine Bootsfahrt auf der Ill, die uns Strasbourg vom Wasser aus erkunden ließ, erhielten wir anschließend einen ersten Eindruck der Stadt, welche einige besondere Gebäude und Institutionen beherbergt: der Sitz des deutsch-französischen Fernsehsenders ARTE sowie u. a. zahlreiche EU-Institutionen wie das Europaparlament, der Europarat oder der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte. Um den Anreisetag gemeinsam ausklingen zu lassen, versammelten wir uns an einem schönen Fleck an der Ill und stillten unseren Hunger mit Pizzen und vom Restaurant netterweise gesponserten Softgetränken.


Jour 2: Nach unserem ersten petit-déjeuner (Frühstück) starteten wir mit geliehenen Fahrrädern unsere Radtour entlang des Canal de la Bruche Richtung Soultz-les-Bains, um die Region rund um Strasbourg auf Rädern zu erkunden. Wegen eines deutsch-französischen Crashs auf halber Strecke kehrten wir vorzeitig ins Zentrum Strasbourg zurück und verdauten den Schock auf eine Weise, die immer hilft: einem leckeren Eis in der Sonne. Am Nachmittag schlenderten wir durch die Straßen und gingen einer unserer Lieblingsbeschäftigungen nach: faire du shopping! In einem regionalen Restaurant in der sogenannten Petite France, einem kleinen charmanten Stadtteil Strasbourgs, kosteten wir ein elsässisches Gericht: Les Spätzles. Abends gingen wir in einen Park, in dem wir Mädchen vor einer tollen Kulisse einen Tanz zu französischer Musik mit Hilfe von Frau Wilhelm einstudierten, während die Jungs Fußball spielten. Cliché? Vielleicht ein bisschen.


Jour 3: Mercredi (Mittwoch) besichtigten wird la Cathédrale Notre Dame de Strasbourg und stiegen 333 Stufen hinauf, um auf die Aufsichtsplattform des Straßburger Münsters zu gelangen. Dort durften wir die Aussicht über die Stadt genießen. Daraufhin besichtigten wir la Cathédrale von innen und sahen einen Film über die beindruckende astronomische Uhr, deren Figurenspiel wir um 12:30 Uhr verfolgten. Nach einem kurzen Abstecher in eine Boulangerie erfuhren wir von einer in Straßburg lebenden Französin, die uns durch die Gassen führte, weitere Informationen über die Geschichte der Stadt. Da es an diesem Tag sehr heiß war (32 Grad im Schatten), beschlossen wir uns in einem Freibad abzukühlen. Fun Fact: In Frankreich sind in Schwimmbädern offene Haare und lange, weite Badehosen verboten, weil man vermeiden will, dass das Becken als Toilette benutzt wird. Diese Regel hat uns alle sehr amüsiert, zumal natürlich alle unsere Jungs und auch Herr Rüth eine solche Badehose anhatten. Wir haben es dennoch geschafft, uns zur Abkühlung ins Wasser zu schmuggeln - und das mit gutem Gewissen, denn wir kennen den Weg zur richtigen Toilette :-).
Am Abend konnten wir in einem Restaurant alle Flammkuchen ausprobieren, die auf der Karte standen. Vom Stinkekäse für mutige Koster bis zum traditionellen Flammkuchen mit Speck und Crème fraîche war für jeden etwas dabei. Unter dem Motto „Langeweile hat bei uns keine Chance“ blieb am Abend eine Schülerin im Aufzug stecken. Bis der Mechaniker sie wohlbehalten aus dieser Klemme befreite, redeten wir ihr aufmunternd zu und unterhielten sie mit guter Musik. Auch diese Situation konnten wir meistern und am Ende lagen alle sicher in ihren Betten. Dass zudem in der Nacht ein Fehlalarm losging, bekamen nur Herr Rüth und Frau Wilhelm mit, wir Schüler schliefen tief und fest.


Jour 4: Am Donnerstag mussten wir früh aufstehen, weil wir zu Besuch in einer französischen Schule waren. Bereits auf dem Pausenhof wurden wir von neugierigen Grundschülern begrüßt und ausgefragt. Wir durften den Unterricht miterleben, spielten mit einigen Achtklässlern und aßen mittags mit den Schülern à la cantine. Es war eine schöne Erfahrung, auch wenn wir festgestellt haben, dass uns einiges an unserer Schule besser gefällt. Zurück im Hotel hatten wir ein wenig Zeit uns auszuruhen, bevor es auf die fête de la musique ging – ein Musikfestival, das am 21. Juni traditionell in ganz Frankreich stattfindet. Dieses Event war ein wunderschöner Abschluss, den wir nie vergessen werden. An jeder Straßenecke wurde unterschiedliche Musik gespielt und umso länger wir da waren, desto ausgelassener wurde getanzt.


Jour 5: Vendredi (Freitag) war der Tag der Abreise. Wir genossen die letzten Stunden in Frankreich und waren traurig, dass es schon vorbei sein sollte. Wir sind alle der Meinung, dass diese Reise eines der schönsten Erlebnisse in unserer Schulzeit war und wollen uns herzlich bei Frau Wilhelm und Herrn Rüth für diese coole Zeit bedanken.