RSMAR erhält den MINT-Förderpreis 2020

Geschrieben von Melanie Marshaus.

https://www.km.bayern.de/schueler/meldung/7126/neun-bayerische-realschulen-erhalten-mint21-preis.html

Eine herausragende Erfolgsgeschichte schreibt die Staatliche Realschule Marktheidenfeld in einem besonderen Schuljahr: Als einzige bayerische Realschule überhaupt wurde sie bereits zum vierten Mal mit dem MINT21-Förderpreis ausgezeichnet. Die begehrte Auszeichnung erhielten bayernweit in diesem Schuljahr nur 8 Realschulen.


Beworben hatten sich die Marktheidenfelder für den Preis mit einem selbst gebauten Feinstaubsensor, der im Rahmen der Wettkämpfe der First Lego League (FLL) gebaut wurde. Im vergangenen Schuljahr standen die FFL-Turniere unter dem Motto „City Shaper“. Hier galt es „bessere Orte zum Leben und Arbeiten für alle Menschen zu entwerfen und zu bauen“, berichtet der Mint-Beauftragte Daniel Cura. Durch die Unterstützung von Cura und seinem Kollegen Bernhard Eckert erreichte das Team der „RS_nightMARe“ (Timo Amrehn, Kilian Krug, Hanna Krug, Tobias Fischer, Paul Knobeloch, Tobias Fröhlich, Jim Jäger und Ronja Englert) herausragende Erfolge beim Regionalwettbewerb in Würzburg und beim Semifinale Mitteldeutschland in Regensburg.
Vor allem bei der Forschungspräsentation demonstrierte das Team seine Überlegenheit. Mit dem selbst gebauten Feinstaub-Sensor nahm das Team Messungen der Luftqualität an vielen verschiedenen Stellen vor. Messergebnisse aus den Heimatorten der Schüler, von der Marktheidenfelder Realschule und an Verkehrsknotenpunkten in Würzburg, beispielsweise an der Kopfklinik, wurden erhoben, ausgewertet und verglichen. „Vor allem an windstillen Tagen kam es an den Hauptverkehrspunkten zu einer erheblichen Steigerung der Werte“, berichtet Cura. Mit diesen Ergebnissen könnten Spitzenwerte und -belastungen in diesen Phasen durch ein zeitbegrenztes Umleiten des Verkehrs vermieden werden, ergänzt Eckert. Dies könnte beispielsweise durch eine automatische Schaltung von Schilderbrücken geschehen. Aufgrund der Ergebnisse und der entwickelten Idee besuchte das Team den Verantwortlichen des Würzburger Tiefbauamtes, Herrn Lenzer. Dort stellten die Marktheidenfelder Schüler ihre Idee vor. Zum damaligen Zeitpunkt war ebenfalls von Seiten des Würzburger Amts eine automatische Verkehrsführung in Planung, allerdings basierend auf den Daten der vergangenen Jahre. Umso erfreulicher für das Team der Realschule, als es vor Kurzem einem Zeitungsartikel entnehmen konnte, dass das neue Verkehrsleitsystem jetzt doch auf aktuelle Messwerte an den Knotenpunkten reagiert und somit auch ihre Idee aufgreift. Auch der Sensor, der den Marktheidenfeldern zum Erfolg verhalf, wird zukünftig Daten liefern, da er fest an der Realschule installiert wird und dort dann dauerhaft Auskünfte über die Feinstaubbelastung gibt.
Der MINT21-Förderpreis wird neben dem Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst von der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. (vbw), der bayerischen Metall- und Elektro – Arbeitgeber bayme (vbm) und dem Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) unterstützt. Die Schule erhält neben dem Pokal einen Geldpreis in Höhe von 500 €, verliehen durch Staatsminister Prof. Dr. Michael Piazolo. „Vom Preisgeld können auch in diesem Schuljahr wieder neue Materialien für den Technikunterricht angeschafft und Projekte unterstützt werden“, freut sich Schulleiter Matthias Schmitt zusammen mit Cura und Eckert über den großartigen Erfolg seiner Schule. Eingeführt wurde die MINT-Initiative, um an den bayerischen Realschulen die Weiterentwicklung des Unterrichts in den naturwissenschaftlichen Fächern zu fördern und Schülerinnen und Schüler frühzeitig, aber auch langfristig dafür zu begeistern.