Jedes Päckchen ein Zeichen der Hoffnung

Geschrieben von Martin Glückert.

Unsere Schule spendet 67 Pakete für die Weihnachtstrucker

Unsere Hilfsaktion Weihnachtstrucker musste dieses Jahr unbedingt stattfinden. Das war unserer Schulfamilie schnell klar. Denn „Corona“ trifft häufig Menschen, die ohnehin in schwierigen Lebenssituationen sind. Ihre Situation ist durch die lang andauernde Corona-Virus-Pandemie und die damit verbundenen wirtschaftlichen Einbrüche noch hoffnungsloser geworden. An die Hygieneauflagen haben wir uns mittlerweile schon gewöhnt.


Ein herzliches Dankeschön möchten die 9e und ich allen aussprechen, die die Weihnachtstrucker so aktiv unterstützt haben. Sie haben dies durch das Spenden einzelner Lebensmittel gemacht oder gleich ein ganzes Paket abgeliefert. Einzelne Personen haben unsere „Kassenzettel“ für fehlende Lebensmittel beglichen. Alleine unser Chef half wieder einmal ein halbes Dutzend Pakete zu vervollständigen.
Uns gelang es dieses Jahr 67 Pakete zu spenden. Es ist immer wieder schön zu sehen, dass es vielen Schülerinnen und Schüler, Lehrkräften sowie Eltern eine große Freude macht andere zu unterstützen. Sie tun das, indem sie Kartons mit Mehl, Zucker, Reis, Nudeln, Hygieneartikeln sowie mit Keksen füllen. Diese Artikel sind für uns nichts Besonderes und ein solches Paket unter dem Weihnachtsbaum würde bei vielen wahrscheinlich ein „Weihnachts-Trauma“ auslösen. In den Zielregionen der Johanniter-Weihnachtstrucker werden die Pakete allerdings für leuchtende Augen und ein Lächeln sorgen. Außerdem versichern sie allen Ärmeren und Schwächeren: „Hier denkt jemand an mich.“ Leider bleibt der persönliche Kontakt der ehrenamtlichen Helfer in diesem Jahr auf ein Minimum beschränkt. Denn nur so lässt sich der Gesundheitsschutz sicherstellen. Albanien, Bosnien, Bulgarien, Rumänien und Ukraine sind in diesem Jahr die unmittelbaren Zielländer. In vier langen Konvois fahren die Weihnachtstrucker Verteilstellen an. Dort werden die Pakete durch inländische Partner weiter zu Schulen, Kindergärten und Kinderheimen, Behinderteneinrichtungen und Altenheime sowie an bedürftige Menschen transportiert und übergeben. Alexander Thauer sammelt schon viele Jahre die Pakete der Marktheidenfelder Schulen mithilfe eines LKWs der WAREMA SE ein. Er versichert, dass die Pakete auch dort ankommen, wo sie hingehören. Der Gedanke „vor der eigenen Haustür“ zu helfen hat sich im letzten Jahr bewährt und wird dieses Jahr fortgeführt. Das heißt, ein Teil der Pakete kommt auch Menschen in Deutschland zu Gute. Hier kooperieren die Weihnachtstrucker mit den „Tafeln“ und anderen Vereinen, um die wirtschaftlich Schwächsten im Inland zu unterstützen. Ganz egal, ob Hilfsbedürftige im Inland oder Ausland unterstützt werden, dieses Jahr hat in vielfacher Weise wieder gezeigt, wie schnell Menschen unverschuldet in Not kommen können.