Ausstellung zur Stolpersteinverlegung

Geschrieben von Steffen Baumann.

Eine Ausstellung mit vier Stationen im Gebäude unserer Realschule ergänzte die offizielle Verlegung der Stolpersteine in Marktheidenfeld am 11. März 2022. Auf Initiative der Fachschaften Geschichte und Religion konnten den Namen der zwölf ehemaligen Mitbürger Bilder zugeordnet werden.

Zusammen mit Schülern gestalteten die verantwortlichen Lehrkräfte Matthias Heuft und Marina Swiegot-Bentink die Stationen mit typischen Gegenständen, die an Vertreibung und plötzlichen Aufbruch erinnern, beispielsweise Koffer, Decken oder Mäntel. Leuchtende Kerzen an den Stationen wiesen auf das Gedenken hin, das mit der Verlegung der Stolpersteine für Marktheidenfeld verbunden ist. Bei der Veranstaltung in der Stadt wirkten Schüler aus dem Wahlfach Politik und Zeitgeschichte unter der Leitung von Steffen Baumann mit. Bereits im Vorfeld hatten sich diese ausgiebig mit den Lebensläufen und Schicksalen der jüdischen Mitbürger befasst. So konnten an den Stationen im Schulhaus auch Informationen zu den einzelnen Biografien nachgelesen werden. Mit einem Elternbrief wandte sich Schulleiter Matthias Schmitt an alle Schüler, Eltern und Lehrkräfte der Schule, um auf die besondere Bedeutung dieses Termins hinzuweisen. Er motivierte beispielsweise Eltern dazu, mit ihren Kindern die neuen Gedenkorte zu besuchen und die historischen Hintergründe zu thematisieren. Bereits am Tag der Verlegung nutzen zahlreiche Lehrer und Schüler die Möglichkeit, die Stationen im Schulhaus zu besuchen. Angesichts der aktuellen Situation in Europa wurde den Schülern besonders bewusst, wie wertvoll Frieden und Freiheit sind. Durch die Gestaltung der Stationen waren sie außerdem mit der Frage konfrontiert: Welche Gegenstände würde ich mitnehmen, wenn ich meine Heimat ohne Vorankündigung verlassen müsste, ohne zu wissen, wohin es geht und ob ich wiederkehre.  


Schüler*innen setzen sich mit den Schicksalen von Hertha und Berhold Adler sowie Regina Freimark auseinander.


Schüler*innen setzen sich mit dem Schicksal von Getta und Bernhard Freimark auseinander.

Die vier "Stationen/Stolpersteine" im Schulhaus: