IT-Sicherheit an der Realschule

Geschrieben von Martin Glückert.

Polizei informiert 5. Klässler über die Risiken des Smartphones Das Thema Medienerziehung und IT-Sicherheit bei Schüler*innen konzentriert sich zunehmend auf den richtigen Umgang mit dem Smartphone. Das liegt zum einen daran, dass 95% aller Jugendlichen zwischen 10-15 Jahren über dieses Kommunikationsmittel verfügen und es intensiv als beliebte Freizeitbeschäftigung nutzen.

Beliebte Apps wie WhatsApp, Instagram, Snapchat oder TikTok sind auf den meisten Handys von jungen Menschen installiert. Andererseits sind mit der Nutzung auch immer Probleme verbunden. Sie betreffen das Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern, zwischen Eltern und Kindern oder noch viel öfter zwischen den Jugendlichen selbst. Hier braucht es klare Spielregeln und Hintergrundwissen.

Zusammenarbeit mit der Polizei

Natürlich ließen sich diese Regeln und Hintergründe im Unterricht durch die IT-Lehrkräfte besprechen. Doch es wirkt viel eindrücklicher, wenn ein echter Polizeibeamte wie Marvin Mögle dies vermittelt. Das Mitgeteilte bekommt ein anderes Gewicht, wenn Polizeihauptmeister Mögle seine Erfahrungen anschaulich darstellen kann. Dies war auch der Grund für Michael Weid, der an der Realschule für das Thema Medienerziehung zuständig ist, mit der Polizeiinspektion Marktheidenfeld zu kooperieren.

„Mach dein Smartphone nicht zur Waffe“

Den Auftakt der Informationsveranstaltung bildete ein zweistündiger Vortrag in allen fünften Klassen. Polizeihauptmeister Mögle erklärte den Schüler*innen aus der 5. Klasse, wie leicht auch sie mit dem Gesetz in Konflikt geraten können: Nämlich dann, wenn Fotos ohne Erlaubnis des Fotografierten ins Netz gestellt werden; wenn Darstellungen von Gewalt oder Pornografie weitergesendet werden oder wenn Aufnahmen aus dem höchstpersönlichen Lebensbereich veröffentlicht werden. Dem Polizeihauptmeister Mögle geht es bei seiner Aufklärungsarbeit um eine Schärfung des Bewusstseins, dass eine Vielzahl an Gefahren drohen kann. Das Smartphone kann leicht zu einer Waffe werden, wenn es nicht richtig bedient wird. Umgekehrt muss jeder jugendliche Nutzer bedenken: Schnell kann er selbst im Netz Opfer von Beleidigung, übler Nachrede, Verleumdung, von Drohung und Nötigung werden. Um den Vortrag nicht zu abstrakt werden zu lassen, durften sie Schüler*innen auch immer wieder Fallbeispiele mit „Daumen nach oben oder unten“ bewerten. Am Ende des Vortrages beantwortete Mögle die zahlreichen Fragen vieler Interessierter. Dabei war es sehr bemerkenswert, dass auch die Fünftklässler*innen von zahlreichen schlechten Erfahrungen wie z. B. Kettenbriefen berichten konnten.

Tipps für Schüler und Eltern

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch ein Online-Meeting, zu dem die Eltern eingeladen waren. Dort wurde noch einmal eingehend erklärt, was mit den Kindern am Vormittag besprochen wurde. Zudem gab es auch noch einmal zahlreiche Tipps für einen sicheren Umgang mit dem Smartphone der Kinder. Dazu gehört es, über die Nutzung von WhatsApp mit den eigenen Kindern zu sprechen. Insbesondere müssen gemeinsam die Einstellungen für den Datenschutz und zu Zugriffsrechten überprüft werden. Denn beleidigende Nachrichten und pornographische Bilder, die automatisch auf dem Handy gespeichert oder weitergesendet werden, können zum echten Problem werden. Auch sollte im Handy eine Drittanbietersperre aktiviert sein. Ebenso hilfreich ist es, keine Gadgets mit Abhörfunktion zu aktivieren; keine leicht erkennbaren Wischcodes, sondern wirkungsvollere Gerätesperrcodes zu nutzen; eine taugliche Antivirensoftware zu installieren und unnötige Apps zu deinstallieren. Natürlich sollten einfache Chatregeln beherzigt werden. So darf man nie seine Adresse oder gar Bilder gegenüber Fremden preisgeben. Die wichtigste Regel jedoch lautet: Eltern und Kinder müssen bei der Nutzung Smartphones immer im Gespräch bleiben. Denn das zeigt nicht nur Interesse, sondern schafft auch Vertrauen.  

Smartphone-Führerschein

Wer sich näher mit dem Thema Medienerziehung, Medienkonsum, Sicherheit mit dem Smartphone auseinandersetzen will, findet hierzu folgende Adressen: „klicksafe“, „SCHAU HIN“ oder „handysektor“. Auch „internet-abc.de“ bietet eine altersgemäße Möglichkeit, sich sinnvoll mit dem Problemstellungen des Smartphones auseinanderzusetzen und einen Internet- bzw. einen Smartphone-Führerschein zu absolvieren.


Die Klasse 5c bewertet ein Fallbeispiel mit einem Daumen nach unten.