Ein Zeichen der Hoffnung und Solidarität

Geschrieben von Martin Glückert.

Unsere Realschule spendet für die Weihnachtstrucker

Ein herzliches Dankeschön möchte die Klasse 9c allen aussprechen, die die
Weihnachtstrucker in diesem Jahr so aktiv unterstützt haben. Unsere Eltern,
einzelne Schülerinnen und Schüler, Klassen und auch Lehrkräfte haben ihre große
Hilfsbereitschaft gezeigt.

Sie haben einzelne Lebensmittel gespendet oder gleich ganze Pakete
bei der 9c abgeliefert. Unser Direktor Matthias Schmitt, Heike May,
Claudia Schäfer und unsere Sekretärinnen haben einzelne „Kassenzettel“ für
fehlende Lebensmittel beglichen. Denn am Ende gibt es immer viele halbe Pakete,
die darauf warten vervollständigt zu werden. Besonderes Lob verdienen Rocco Giuliano
und Adrijan Kittner, die in ihrer Freizeit am Nachmittag des Weihnachtsabends
etwa 20 Pakete kontrolliert und packfertig gemacht haben.

Nach einigen verrückten Jahren mit Corona, Glatteis und Inflation geht es zum
Glück wieder aufwärts mit unserem Spendenaufkommen. Die Verladung am 20.12.2023
gelang wieder reibungslos und unsere 62 Pakete waren in Windeseile eingeladen.
Sie bildeten eine Mauer, die man gerne sieht.

Anfang Dezember war Herr Thauer von der Firma Warema in der Aula, um einen
Vortrag über die Zielgebiete zu halten. Er vermittelte mit seinen vielen Bildern
eindrucksvoll, dass die Not in Teilen Osteuropas groß ist. Die Lebensmittelpreise sind
aufgrund des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine immer noch relativ hoch.

Die Hilfsbedürftigkeit betrifft nicht nur das unmittelbar betroffene Kriegsgebiet,
sondern auch die übrigen Zielländer wie Albanien, Bosnien, Bulgarien, Rumänien
und die Republik Moldawien. Schließlich herrscht besonders in den ländlichen
Regionen der Staaten Südost- und Osteuropas ebenfalls bittere Armut.

Unsere Pakete gelangen in den Norden Rumäniens. Bevor die Pakete an Schulen,
Kindergärten und Kinderheime, Behinderteneinrichtungen und Altenheime sowie
an bedürftige Menschen übergeben werden, müssen sie erst gesammelt werden.
Das passiert in einem riesigen Zentrallager in Donauwörth. Dann werden LKW aus
den Zielländern die Pakete übernehmen. Ihr Weg führt auch in Kleinstädte und Dörfer,
in abgelegene und schwer zugängliche Bergdörfer, zu Armenküchen, Roma-Siedlungen
und in entlegene Regionen. Alexander Thauer sammelt schon viele Jahre die Pakete der
Marktheidenfelder Schulen mithilfe eines LKWs der WAREMA SE ein. Er versichert,
dass die Pakete auch dort ankommen, wo sie hingehören. Denn die Weihnachtstrucker
arbeiten vor Ort eng mit bewährten und langjährigen Partnern zusammen wie
z. B. Kirchengemeinden, Schulen, privaten Initiativen oder anderen
Hilfsorganisationen, die eine gerechte Verteilung organisieren.

Seit einigen Jahren helfen die Weihnachtstrucker auch „vor der eigenen Haustür“. Das heißt,
ein Teil der Pakete kommt auch Menschen in Deutschland zu Gute. Hier kooperieren
die Weihnachtstrucker mit einigen „Tafeln“ und anderen Vereinen, um die wirtschaftlich
Schwächsten im Inland zu unterstützen

Es ist schön zu sehen, dass es vielen Schülerinnen und Schüler, Lehrkräften sowie Eltern
eine große Freude macht, andere zu unterstützen. Sie tun das, indem sie Kartons mit
Mehl, Zucker, Reis, Nudeln, Hygieneartikeln sowie mit Keksen füllen.
Diese Artikel sind für uns nichts Besonderes und ein solches Paket unter dem Weihnachtsbaum
würde bei vielen wahrscheinlich Kopfschütteln und Enttäuschung aulösen.

In den Zielregionen der Johanniter-Weihnachtstrucker sorgen die Pakete allerdings für
leuchtende Augen und ein Lächeln. Schließlich vermitteln sie abgesehen vom reinen
Nährwert der Lebensmittel allen ärmeren und schwächeren Menschen in einer Notlage:
Es gibt andere Menschen, die an einen denken und helfen.