Erste Hilfe an der Realschule

Lehrkräfte frischen ihre Kenntnisse auf

Einen ganzen Samstag verbrachten rund 20 Lehrkräfte der Realschule Marktheidenfeld, um ihre Kenntnisse in der Ersten Hilfe aufzufrischen. Den Kurs leitete Peter Hartmann, der Erste-Hilfe-Ausbilder beim Bayerischen Roten Kreuz ist und gleichzeitig auch die Erste-Hilfe-Ausbildung für Schülerinnen und Schüler schon seit vielen Jahren leitet. Dank seiner Tätigkeit als ehrenamtlicher Rettungssanitäter beim BRK konnte Hartmann die Grundlagen sehr anschaulich und lebensnah vermitteln.

Der AED gibt den Ersthelfern genaue Anweisungen.

In den insgesamt 9 Unterrichtseinheiten stand neben den theoretischen Grundlagen auch immer die praktische Umsetzung im
Vordergrund. Bei den intensiven Übungen lernten die Teilnehmer, dass beim Auffinden einer hilfebedürftigen Person immer nach einem verlässlichen Schema vorgegangen wird. Damit verringert sich auch die eigene Aufregung bei einem Unfall. Mit dem
Ansprechen, Anschauen und Anfassen lässt sich schon schnell ein erster Überblick hinsichtlich der Hilfsmaßnahmen verschaffen. Die Atemkontrolle und das Absetzen des Notrufes wurden ebenfalls als Standards geprobt.

Fachgerecht entfernen Pia-Marie Telger und Angela Spahn den Motorradhelm.

Alle Teilnehmer wurden darin geschult, fachgerecht den Helm eines verunfallten Motorradfahrers abzunehmen und die Seitenlage anzuwenden. Weiterhin führten die Teilnehmer die Reanimation eines Erwachsenen bzw. Kindes mithilfe von Dummys durch. Durch das Üben an einem automatisierten, externen Defibrillator (AED) schwand schnell die mögliche Angst vor solch einem Gerät. Natürlich wurden auch verschiedene Verletzungen und Erkrankungen mit den passenden Sofortmaßnahmen durchgespielt. Gerade beim Thema Verbände kam es allen darauf an, diese nicht besonders hübsch, sondern schnell und effektiv anzulegen. Ebenfalls wichtig erscheint es, den Unterschied zwischen einem erlittenen Schock und einem Herzinfarkt bzw. Schlaganfall zu erkennen. Während beim Schock die Füße hoch gelagert werden sollen, muss beim Infarkt und Schlaganfall der Oberkörper aufrecht bleiben.

Routiniert führt Andre Schmitt bei Florian Büttner die Seitenlage durch.

Bei den meisten Unfällen wird von den Ersthelfern nicht die ganze Bandbreite eines solchen Kurses abverlangt. Oft reicht es, die Grundsätze der Ersten Hilfe anzuwenden. Das heißt eine Unfallstelle abzusichern, auf eine hilfsbedürftige Person zuzugehen, zu trösten und bei der Person zu bleiben, damit sie nicht weiteren Schaden nimmt. Der wichtigste Grundsatz jedoch ist: Man kann nichts falsch machen, außer man macht gar nichts. Der Kurs war für alle Beteiligten eine echte Bereicherung. Denn er hat
aufgezeigt, dass man sein Wissen und Können rasch wieder auffrischen kann. Somit sorgt solch eine Fortbildung wieder für genügend Selbstsicherheit, um im Ernstfall die richtigen lebensrettenden Maßnahmen einzuleiten.

Fotos: Martin Glückert