Interkultureller Austausch hautnah

Siebtklässler der Realschule besuchen Moschee

IIm Rahmen des Religions- und Ethikunterrichts besuchten die Schülerinnen und Schüler die nahegelegene Moschee in Marktheidenfeld. Der Islam ist fester Bestandteil des Lehrplans der 7. Jahrgangsstufe. Deswegen bietet ein Unterrichtsgang eine wertvolle Gelegenheit, die im Unterricht behandelten Inhalte anschaulich und lebensnah zu vermitteln.

Organisiert wurde der Ausflug von den Religionslehrkräften der 7. Klassen. Ziel war es, den Jugendlichen nicht nur theoretisches Wissen zu vermitteln, sondern auch direkte Begegnungen zu ermöglichen. Gerade in einer pluralen Gesellschaft ist es wichtig, andere Religionen und Kulturen aus erster Hand kennenzulernen und diese vollumfänglich zu beleuchten und zu hinterfragen. Darin waren sich alle beteiligten Lehrkräfte einig.

Vor Ort wurden die Schülerinnen und Schüler von einem Lehrer geführt, der selbst gläubiger Moslem ist. Als ausgewiesener Experte konnte er authentische Einblicke in Glaubenspraxis, religiöse Rituale und den Alltag von Musliminnen und Muslimen geben. Aus erster Hand erklärte er die Bedeutung der Moschee, des Gebets und zentraler Inhalte des Islams. Das weckte die Neugier der Jugendlichen. Denn diese stellten nicht nur während, sondern auch nach dem Besuch noch interessierte Fragen.

Ein besonderer Höhepunkt des Besuchs war das Kennenlernen eines Imams, der eine kurze Rezitation aus dem Koran vortrug. Eindrucksvoll erlebten die jungen Besucherinnen und Besucher so einen wichtigen Teil islamischer Glaubenspraxis. Der Moscheebesuch erwies sich damit als wichtiger Beitrag zum Aufbau sozialer und interkultureller Kompetenzen. Eine Erfahrung, die den Jugendlichen helfen soll, sich respektvoll und offen in einer vielfältigen Gesellschaft zurechtzufinden und die es den Schülerinnen und Schülern ermöglicht, sich ein eigenes Bild von anderen Religionen zu schaffen.